Flüchtlingshilfe

Flucht, Migration und Integration – Der Ortsverein ist vor Ort dabei

 

Die seit 2015 für die Städte und Gemeinden ganz besonders drängende Aufgabe der Aufnahme, Integration und Begleitung von Flüchtlingen und Migranten steht beim DRK-Ortsverein Umkirch unter dem Leitwort: „Wir treten ein für den Schutz und die Würde von Flüchtlingen und anderen Migrantengruppen und fördern die Wahrung ihrer Rechte“.

 

Flüchtlingshilfe beim Roten Kreuz in Umkirch gab es bereits 1990 im Zusammenhang mit dem Jugoslawien-Krieg. Bis 1998 kümmerte sich der DRK- Asylhelfer-Arbeitskreis um 25 Flüchtlinge überwiegend aus dem Kosovo. Einige Familien und jetzt deren Kinder und Enkelkinder wohnen heute noch in Umkirch.

 

Das Thema Flucht, Vertreibung und die Konsequenzen für die Flüchtlinge, aber auch für den Staat, die Länder und eben auch für die Gemeinde Umkirch gestaltete sich ab dem Jahr 2015 zu einer noch nie gewesenen Herausforderung. Deshalb wurde im November 2014 auf unsere Anregung hin die gesamte Bevölkerung von der Gemeindeverwaltung aufgerufen, die Flüchtlinge zu unterstützen. Sehr bald gründeten zahlreiche engagierte Bürgerinnen und Bürger den Helferkreis für Flüchtlinge in Umkirch.

 

Der Ortsverein des DRK ist mit einigen Helferinnen und Helfern mit dabei. Sie begleiten und beraten die Familien in den alltäglichen Aufgaben und helfen beim Erlernen der deutschen Sprache.

 

Der DRK-Ortsverein stellte seine Räume zur Verfügung für einen Deutschclub, für Kaffeenachmittage oder Spielmittage für die Kinder. Die Besorgung von Fahrrädern und deren Reparatur sowie die Verwaltung von Spenden hat sich der Ortsverein zu seiner Aufgabe gemacht.

 

Inzwischen wohnen rund 70 Flüchtlinge in Umkirch in der sogenannten Anschlussunterbringung. Neben gemeindeeigenen Wohnungen sind die Umkircher Flüchtlinge größtenteils in von der Gemeinde angemieteten Wohnungen dezentral untergebracht. Die Umkircher Flüchtlinge kommen mehrheitlich aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Erfreulicherweise konnte die Gemeinde vor allem Familien aufnehmen. So sind mittlerweile 29 Flüchtlingskinder aus 11 Familien in Umkirch heimisch geworden.

 

Sowohl für die Kindertagesstätte als auch für die Grundschule war dieser plötzliche Kinderzuwachs eine große Herausforderung. In der Grundschule wurde das Hortangebot, die flexible Nachmittagsbetreuung sowie das Mittagstischangebot für Schulkinder weiter ausgebaut.

 

Für die Begleiter der Familien bedeutet ihr Einsatz oft, sich auf eine „Rund- um-die- Uhr- Betreuung“ einzulassen. Gerade Arzt- bzw. Klinikbesuche sind bei so vielen Kindern immer wieder notwendig.

 

Ein großes Problem war und ist es immer noch, einen Dolmetscher zu finden. Von den Behörden oder anderweitig gibt es hierfür keine Unterstützung.

 

Auch in der Behelfsunterkunft des Landkreises in Gebiet “Heu” gestaltete der Flüchtlingshelferkreis eine Feier kurz vor Weihnachten . Einmal im Monat besuchen Roswitha Heitzler und Elisabeth Parr die die dort untergebrachten Flüchtlinge. Es geht dabei um die Unterstützung des Sozialarbeiters, Deutsch lernen und gezielte Spenden, wie zuletzt eine Tischtennisplatte.